26. November 2010 Glaubenskurs "Mein Gott & Walter" Nach seinem Projekt "Die
Messe" hatte Kaplan Johannes Maria Schwarz für
diesen Sommer einen
kompletten Glaubenskurz auf DVD mit dem Titel quaerens
angekündigt.
Mittlerweile hat das Projekt aber nicht nur den anvisierten
Veröffentlichungstermin verpaßt, sondern auch gleich
den
lateinischen Titel verloren. Nun heißt der Kurs "Mein Gott und
Walter" und wird vermutlich Ostern 2011 auf drei DVDs erscheinen. In 24 jeweils
ungefähr viertelstündigen Kapiteln soll der
katholische Glaube
verständlich, modern und ohne peinliche "Wir sind
Kirche"-Senioren
dargestellt werden.
Wer Interesse hat, "Mein
Gott und Walter" zu bestellen, möge sich auf der
zugehörigen
Webseite schon mal registrieren, damit die ungefähre Auflage im
vorhinein kalkuliert werden kann. Wer noch zweifelt, kann sich hier
ein erstes Werbevideo
ansehen:
"Es mag
begründete Einzelfälle geben, etwa wenn ein
Prostituierter ein Kondom verwendet, wo dies ein erster Schritt zu
einer Moralisierung sein kann, ein erstes Stück Verantwortung,
um wieder ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass nicht
alles gestattet ist und man nicht alles tun kann, was man will. Aber es
ist nicht die eigentliche Art, dem Übel der HIV-Infektion
beizukommen. Diese muss wirklich in der Vermenschlichung der
Sexualität liegen.
Frage: Wollen
Sie damit sagen, daß die katholische Kirche nicht
grundsätzlich gegen den Gebrauch von Kondomen ist?
Sie versteht sie
natürlich nicht als tatsächliche oder moralische
Lösung, aber in dem einen oder anderen Fall kann trotzdem die
Absicht, das Risiko einer Infektion zu verhindern, ein erster Schritt
in eine andere Richtung sein, zu einer menschlicheren Art,
Sexualität zu leben."
Was die Aussagen des Papstes alles nicht bedeuten, kann man
in den Analysen der gewohnt inkompetenten deutschen Presse
nachlesen.
Worauf Benedikt in seiner vernünftigen Bemerkung zu einem sehr
komplexen Thema tatsächlich hinweist, das fasst Janet Smith so zusammen,
daß es
eigentlich auch deutsche Journalisten verstehen könnten:
Wenn jemand
einen Überfall auf eine Bank plant und dafür
normalerweise eine Schußwaffe benutzen würde, dann wäre
es für ihn besser, wenn er eine Pistole ohne Patronen benutzen
würde. Dieses Vorgehen würde die Gefahr
tödlicher Verletzungen deutlich reduzieren. Aber es ist nicht
die Aufgabe der katholischen Kirche, potentielle Bankräuber
darin zu schulen, wie sie Banken ungefährlicher ausrauben
können. Und es ist erst recht nicht ihre Aufgabe,
dafür zu sorgen, daß ihnen
Schreckschußpistolen zur Verfügung gestellt werden.
Nichtsdestotrotz zeigt die Absicht des Bankräubers,
das Geldinstitut so zu überfallen, daß nur geringe
Gefahr für Kunden und Mitarbeiter besteht, ein Element
moralischer Verantwortung, das ein erster Schritt zur Einsicht
sein könnte, daß Bankraub an sich unmoralisch ist.
Mehr zur englischen Kampagne auf der Internetseite ChurchAds.Net. Dort
können auch hochauflösende Versionen des Poster heruntergeladen werden. Gedruckte Poster und weitere
Materialien können über die Webseite der Firma cpo im Vereinten
Königreich bestellt werden.